Nach achtwöchiger Winterpause startet Verbandsliga-Aufsteiger TTV Gärtringen mit viel Zuversicht, aber auch einer gewissen Unsicherheit in die Rückrunde. „Wir haben zum Auftakt drei Heimspiele und wollen schauen, dass wir gleich wieder in einen gewissen Flow kommen, der uns in der Hinrunde bereits auszeichnete“, gibt Teamkapitän Tim Holzapfel die Devise aus. Wohlwissend, dass zum Auftakt mit dem SSV Reutlingen ein erstarkter Gegner seine Aufwartung in der Gärtringer Peter-Rosegger-Halle macht (Samstag, 18 Uhr).

Möchte zum Rückrundenauftakt mit dem Verbandsliga-Team einen soliden Start hinlegen: Tim Holzapfel (Foto: © Volker Arnold)
In der Vorrunde riss der SSV Reutlingen wahrlich keine Bäume aus, sieglos mit lediglich zwei Unentschieden minimierten sich bereits frühzeitig die Aussichten auf den Klassenerhalt. Doch inzwischen kehrte beim Traditionsklub, der 1982 und 1983 den Europapokal der Landesmeister gewann, die Hoffnung zurück: In der Winterpause verstärkte sich der SSV mit dem Inder Abishek Hosamath, mit dem gleich zum Jahresauftakt bei Aufsteiger SVW Weingarten der erste Saisonsieg gelang (9:5). „Insofern treffen wir auf einen eingespielten und zugleich motivierten Gegner, da kommt ein ordentliches Stück Arbeit auf uns zu“, hebt Tim Holzapfel den Zeigefinger.
Durchweg positiv war zuletzt die Stimmung im Gärtringer Lager, nachdem der Aufsteiger eine „Traum-Hinrunde“ mit sechs Siegen aus neun Partien hinlegte und zwischenzeitlich sogar an der Tabellenspitze mitmischte. Erst zum Ende hin musste man sich Herbstmeister SSV Ulm und dem VfL Herrenberg nach großem Kampf jeweils mit 6:9 beugen, beim Tabellenzweiten TTC Ergenzingen fehlte beim 8:8 nicht viel zu einem weiteren Coup. „Natürlich sind wir mit den 13:5 Punkten zur Saisonhälfte hochzufrieden“, sagt Tim Holzapfel, der mit seinem Team die positiven Erkenntnisse aus der Hinrunde weiter fortführen möchte. Dazu gehören die Doppel – in acht der neun Vorrundenpartien ging der TTV mit einer Führung aus den Anfangsdoppeln. In den Einzeln tauschten Tim Holzapfel und Michael Kocheisen das Paarkreuz, Neuzugang Kocheisen darf sich nun am Spitzenpaarkreuz gemeinsam mit Justin Kühne mit den Besten der Liga messen. Am mittleren Paarkreuz bekommen es Tim Holzapfel und Jens Seidel unter anderem mit Routinier Thomas Sefried zu tun, der ehemals in der zweiten Liga in Neuhausen und Frickenhausen spielte. Dessen älterer Bruder Reinhard Sefried sorgte in den 1980er Jahren mit Legenden wie Peter Stellwag und Mikael Appelgren für die großen Triumphe beim SSV.
Eine richtig gute Ausgangsposition haben sich mittlerweile auch die Männer II des TTV Gärtringen in der Landesklasse erarbeitet. Gegen den Vorletzten SV Glatten will man diese nicht leichtfertig aufs Spiel setzen (Samstag, 18 Uhr, Peter-Rosegger-Halle). Nach dem 6:9 im Hinspiel ist der TTV um Kapitän Ullrich Gotsch nun auf heimischem Terrain auf Wiedergutmachung aus. Die Schwarzwälder legten in der Vorwoche beim knappen 7:9 gegen Tabellenführer TV Oberhaugstett bereits eine gute Frühform an den Tag, aber auch die Gärtringer taten beim 9:1-Coup gegen Baiersbronn-Klosterreichenbach bereits etwas fürs Selbstbewusstsein.