Ergebnisse 12. Rückrundenspieltag: Zwei Niederlagen zum Abschluss in Verbandsliga und Landesklasse - und trotzdem zufrieden!
Zum Abschluss der Verbandsliga-Saison lieferte sich der spielstarke Aufsteiger TTV Gärtringen beim bereits feststehenden Meister SSV Ulm noch einmal ein packendes Duell, das im Grunde den Verlauf der gesamten Saison widerspiegelt. Nicht auf Grund des Ergebnisses – schließlich war das 6:9 erst die vierte Saisonniederlage des TTV –, sondern vielmehr, weil das Gärtringer Team wieder einmal alles in die Waagschale warf, selbstbewusst zu Werke ging und hoch erhobenen Hauptes aus der Halle gehen konnte. Die Gärtringer beenden eine äußerst zufriedenstellende Saison mit 27:9 Punkten auf dem dritten Platz.
„Wir freuen uns über die beste Saison in unserer Vereinsgeschichte“, brachte es Kapitän Tim Holzapfel auf den Punkt. Zwar musste man beim Saisonfinale dem TTC Ergenzingen (9:2 gegen Weingarten) den Vortritt in die Relegation zur Verbandsoberliga lassen, richtig schmerzhaft war diese Tatsache aber nicht. Zumal man in die Entscheidungsspiele gegen den Vizemeister der Verbandsliga Nord und die Vertreter der Verbandsoberligen sicherlich als krasser Außenseiter gegangen wäre.
„Wir haben uns teuer verkauft und in manchen Phasen war auch etwas mehr drin, aber die Ulmer haben verdient gewonnen und sind sowieso ein würdiger Meister“, attestierte Tim Holzapfel. Die Doppel, die über die gesamte Spielzeit das Glanzstück der Gärtringer waren, trumpften auch in Ulm noch einmal auf. Viel fehlte sogar nicht zum 3:0-Traumstart, als Michael Kocheisen und Ann-Katrin Ziegler das gegnerische Spitzendoppel Frank Elseberg/Tobias Münst in den Entscheidungssatz zwangen, in diesem aber mit 6:11 unterlagen. Dafür punkteten die Kombinationen Justin Kühne/Jens Seidel und Tim Holzapfel/Tomislav Konjuh. „Am vorderen Paarkreuz war der Gegner allerdings zu stark“, verwies Tim Holzapfel auf die vier souveränen Einzel von Elseberg und Münst hin, in denen sie lediglich einen Satz abgaben. Besser machten es im ersten Einzeldurchgang Jens Seidel und Tim Holzapfel, die am mittleren Paarkreuz die Führung zurückeroberten. „Tommi“ Konjuh ließ dann noch mit einem Dreisatzerfolg über den erst 14-jährigen Tim Auburger aufhorchen.
Danach war es aber aus mit der Gärtringer Herrlichkeit. Im zweiten Durchgang, als beim Stand von 5:8 aus Sicht des TTV bereits eine Vorentscheidung gefallen war, gewann Ann-Katrin Ziegler noch gegen Auburger, das unvermeidbare 0:3 von Tomislav Konjuh gegen Elias Sanin (ehemals TSV Weissenhorn) besiegelte dann die Gesamtniederlage. Am 16. Mai ist der TTV noch im Bezirkspokal im Einsatz, im Final Four wird gemeinsam mit dem VfL Herrenberg, Landesliga-Meister SV Böblingen II und dem SV Leonberg/Eltingen der Pokalsieger ausgespielt.
Auf Rang vier beendet der TTV Gärtringen II eine spannende, phasenweise sogar dramatische Landesklasse-Saison. Wie spannend sie war, verdeutlicht die Tatsache, dass Meister CVJM Grüntal in der Winterpause noch auf einem Abstiegsplatz stand und am Ende der Siebtplatzierte TTC Mühringen mit einem ausgeglichenen Punktekonto absteigt. Zum Saisonausklang wurde die TTV-Zweite beim VfL Sindelfingen II mit 0:9 überrollt. „Wir hätten sicherlich den einen oder anderen Punkt holen können, aber im Endeffekt war gegen bockstark aufgestellte Sindelfinger nichts drin“, meinte Teamkapitän Ullrich Gotsch, der unter anderem auf Timo Gotsch und den zuletzt eingesetzten Tomislav Konjuh aus der ersten Mannschaft verzichten musste. Gerd Jäger und Hans-Peter Werum wurden im Doppel etwas unter Wert geschlagen (9:11, 8:11, 11:13 gegen die Brüder Martin und Matthias Finkbeiner), auch Simon Gotschs Einzelniederlage gegen Matthias Finkbeiner nach einigen ausgelassenen Satzbällen schmerzte. Hans-Peter Werum unterlag der reaktivierten Melanie Rheinbay, die vor wenigen Jahren für den VfL noch in der Dritten Bundesliga der Damen agierte. Die Sindelfinger Zweite sicherte sich nunmehr die Vizemeisterschaft, mit ähnlich starker Aufstellung über die gesamte Saisondauer wäre sicherlich auch der Titelgewinn drin gewesen.
Die Männer III hätten gegen den TSV Höfingen wohl am liebsten nur Doppel gespielt, immerhin ging man die Bezirksklassen-Partie mit einem vielversprechenden 2:1-Auftakt an. In den Einzeln lief dann nicht viel zusammen, lediglich Maximilian Bühler und Jürgen Lay hatten in ihren Fünfsatzpartien die Chance auf eine Ergebniskorrektur. Oliver Pfister ergatterte dann spät den ersten Einzelsieg, der allerdings nicht mehr in die Wertung kam – Endstand somit 2:9.
In der Kreisliga B fuhr die fünfte Mannschaft zum Abschluss einen 9:5-Erfolg bei Tischtennis Schönbuch III ein, wodurch man sich noch auf Rang drei vorpirschte. Youngster Kevin Trinkert präsentierte sich mit drei Fünfsatzerfolgen nervenstark, auch Till Baumann hielt sich schadlos. Michael Gross, Andreas Ott und Patrick Fritz gewannen jeweils ein Einzel.
Vorschau 12. Rückrundenspieltag: Topspiel in Ulm!
Zum Abschluss der Punktspielrunde kommt es in der Verbandsliga zu einem echten Knaller, den viele Kenner der Tischtennisszene ursprünglich so nicht auf der Rechnung hatten. Wohl auch der Tabellenführer und bereits feststehende Meister SSV Ulm hätte nicht unbedingt erwartet, dass er am Saisonfinale mit dem TTV Gärtringen auf den Tabellenzweiten trifft, der noch die Aufstiegsrelegation vor Augen hat. „Auch wenn die Favoritenrolle klar vergeben ist, so macht es doch großen Spaß, dass es auch bei uns bis zum allerletzten Spieltag noch um etwas geht“, sagt die aktuelle TTV-Nummer eins Michael Kocheisen.
Unabhängig vom Ergebnis dieser Partie blickt man beim TTV (27:7 Punkte) auf eine der erfolgreichsten Spielzeiten in der Vereinsgeschichte zurück. Ein Unentschieden oder gar ein Sieg bei den Ulmern (32:2 Punkte) würde noch die Krönung bedeuten, dann würde der TTV am 9. Mai sogar noch in der Relegation um den Aufstieg in die Verbandsoberliga kämpfen. Soweit denkt im Gärtringer Lager aber niemand. „Alles andere als eine Niederlage bei den Ulmern käme einer großen Überraschung gleich“, hält Michael Kocheisen den Ball flach. Auch mit einer Niederlage des Tabellendritten TTC Ergenzingen (26:8 Punkte) am Samstag gegen den bereits abgestiegenen SVW Weingarten, die ebenfalls das Ticket für die Relegation bedeuten würde, rechnet beim TTV niemand. Die Ulmer mussten in dieser Saison lediglich eine Niederlage gegen den TV Rottenburg einstecken (7:9), was allerdings zeigt, dass sie nicht gänzlich unverwundbar sind. In der Rückrunde waren derweil klare Siege an der Tagesordnung, weshalb man verdientermaßen in die Verbandsoberliga aufsteigt. „Die Ulmer Nummer sechs weist ähnlich viele Punkte im TT-Ranking auf wie unsere Nummer zwei, das allein belegt deren Überlegenheit“, meint Michael Kocheisen. Spielbeginn in Ulm ist am Sonntag um 11 Uhr in der Ulmer Stifterhalle (Ruländerweg).
Duplizität der Ereignisse: Auch für die Landesklasse-Männer des TTV geht es am letzten Spieltag noch um die Vizemeisterschaft. Oder sogar mehr, sollte Tabellenführer CVJM Grüntal (22:12 Punkte) im Schwarzwaldvergleich beim SV Glatten patzen. Dahinter weilen der TTV Gärtringen II und der VfL Sindelfingen II mit jeweils 21:13 Punkten, die im direkten Duell aufeinandertreffen. Nach einem phasenweise dramatischen Saisonverlauf – Tabellenführer CVJM Grüntal stand beispielsweise nach der Vorrunde noch auf einem Abstiegsplatz – kann man beim TTV Gärtringen II entspannt dem Saisonfinale entgegenblicken, mit einem Unentschieden hätten Ullrich Gotsch & Co. zumindest Platz zwei in der Tasche. Spielbeginn ist am Samstag um 18 Uhr in der Sindelfinger Sommerhofenhalle.
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