Es gibt diese Niederlagen, die man problemlos hinnimmt, weil der Gegner besser war und es gibt solche wie das schmerzhafte 5:9 des Landesklasse-Teams vom TTV Gärtringen II beim CVJM Grüntal, bei denen das Remis greifbar nahe war und man am Ende von einem unglücklichen Ergebnis sprechen muss. Gerade in einer Liga, in der jeder Punkt zählt, tut dieses Resultat dem Unterlegenen besonders weh.

Ullrich Gotsch TTV Gärtringen 01Erst Zuversicht – dann Ernüchterung: Ullrich Gotsch und das Landesklasse-Team mussten mit leeren Händen die Heimreise antreten. (Foto: © Volker Arnold)

Allerdings muss man aus Gärtringer Sicht auch konstatieren, dass kurzzeitig sogar eine 3:9-Niederlage im Raum stand. Aber der Reihe nach: Mit viel Zuversicht angesichts einer starken Aufstellung – Verbandsliga-Akteur Tomislav Konjuh half wie schon beim 9:4 im Hinspiel am Spitzenpaarkreuz aus – fuhren die Gärtringer nach Freudenstadt, wurden dort aber bei drei Niederlagen in den Doppeln gleich kalt erwischt. „Die Verhältnisse in der Grüntaler Halle waren für uns sehr gewöhnungsbedürftig“, sagte Kapitän Ullrich Gotsch, der sich dabei auf die Tische und Bälle einer bestimmten Tischtennismarke bezog, „die Bälle sind quasi in der Luft stehengeblieben.“ Leider, so der Teamkapitän weiter, habe jeder Spieler auf Grund einer gut besuchten Halle mit vier parallel stattfindenden Heimspielen etwas zu wenig Einspielzeit gehabt. „Im zweiten Einzeldurchgang spielten wir alle viel besser, nachdem wir uns an die Verhältnisse gewohnt hatten“, meinte Gotsch.

Durchgang eins lief hingegen alles andere als optimal, sieht man einmal vom soliden Auftritt von Gerd Jäger (3:1 gegen Paul Olexenko) und einer ebenso starken Leistung von Ullrich Gotsch beim Fünfsatzerfolg über Dirk Sailer ab. Dennoch sah sich der TTV danach mit einem 2:7-Rückstand konfrontiert. Die Niederlage von Tomislav Konjuh im Spitzeneinzel gegen Paul Olexenko verschärfte dann noch die Situation und hätte nicht Damir Stefanac mit toller Moral vier Matchbälle gegen Raphael Gukelberger abgewehrt (14:12 im fünften Satz), wäre die Niederlage schnell besiegelt gewesen. So aber bekamen die Gärtringer die zweite Luft und setzten mit Damir Stefanac, Gerd Jäger und Simon Gotsch zur Aufholjagd an. Die beinahe noch in ein Schlussdoppel mündete, da Ullrich Gotsch sein Einzel bereits gewonnen hatte. Zuvor kam allerdings noch das Einzel von Timo Gotsch in die Wertung, der sich trotz aufopferungsvollem Kampf in einer dramatischen Partie mit 12:14 im Entscheidungssatz Dirk Sailer geschlagen geben musste. „Im Gesamten ist das eine bittere Niederlage“, analysierte Ullrich Gotsch, der vom 0:3-Doppelauftakt von einer hohen Bürde sprach. „Trotzdem schnupperten wir dann noch am Unentschieden. Von dieser Niederlage lassen wir uns aber nicht herunterziehen, auch wenn wir in der Liga wieder etwas mehr in Zugzwang geraten sind.“ Mit 15:13 Punkten rutschte der TTV auf Rang sieben, einen offiziellen Abstiegsplatz. Bei noch vier ausstehenden Partien ist in der kuriosen Landesklasse das letzte Wort aber längst noch nicht gesprochen.


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