Schon die Vorrundenpartie zwischen dem TTV Gärtringen und dem TTC Ergenzingen war an Spannung kaum zu überbieten. Knapp vier Stunden lieferten sich die beiden spielstarken Teams der Verbandsliga im Dezember ein packendes Duell, das am Ende beim 8:8 keinen Sieger fand.

DoppelDer TTV mit Justin Kühne und Jens Seidel hofft im Spitzenspiel gegen Ergenzingen wieder auf effektive Doppel. (Foto: © Volker Arnold)

Und auf Gärtringer Seite wusste man nicht so recht, wie man das Resultat einzuordnen hatte. Einerseits hatte der Aufsteiger dem Tabellenzweiten einen großen Kampf geliefert, andererseits hatte man beim Zwischenstand von 8:6 alle Trümpfe in der Hand und hätte im besten Fall auch beide Zähler aus Ergenzingen entführen können. Nun treffen die beiden derzeit hartnäckigsten Verfolger von Spitzenreiter SSV Ulm am Samstag in Gärtringen aufeinander (18 Uhr, Peter-Rosegger-Halle). 

„Wir erwarten auch diesmal ein enges Match, ich denke, ein 6:9 ist genauso möglich wie ein 9:6“, ordnete Kapitän Tim Holzapfel unter der Woche die Lage ein, „natürlich werden wir auf Sieg spielen und nach einer bislang makellosen Rückrunde können wir auch mit breiter Brust in die Partie gehen.“ Dennoch ist Tim Holzapfel bewusst, dass einiges passen muss, wenn man den Ergenzingern beide Zähler abknöpfen will. „Unser Gegner ist natürlich auf allen Positionen super aufgestellt, aber ich denke, wir können überall dagegenhalten.“ Dass es im Hinspiel nicht zum Sieg reichte, lag auch an der etwas ungewohnten Bilanz aus den Doppeln, zum einzigen Mal in der Hinrunde lag man zu Beginn mit 1:2 im Hintertreffen – und unterlag dann auch im entscheidenden Schlussdoppel. „Mit unseren Fans im Rücken soll das diesmal besser werden“, sagt Tim Holzapfel, der im letzten Heimspiel der Saison abermals auf die „Hexenkesselatmosphäre“ hofft, die den TTV im bisherigen Verlauf oftmals zu Bestleistungen animierte.

Der Gewinner der Partie hat drei Spieltage vor Schluss bessere Aussichten auf die Vizemeisterschaft, die mit der Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur Verbandsoberliga einhergeht. So weit will man im Gärtringer Lager aber nicht denken. „Wir haben als Aufsteiger bislang eine grandiose Saison gespielt und hätten anfangs nicht gedacht, dass wir unter den Topteams mitmischen können“, meint Tim Holzapfel. Insofern gelte es weiterhin die Momente zu genießen – vor allem beim letzten Auftritt vor heimischem Publikum.


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