Für einen Großteil der Tischtennis-Spieler ist es in diesen Tagen soweit: Die Schläger werden ausgepackt, nach der Sommerpause wirft die Saison 2008/2009 ihre Schatten voraus. An den Bezirkstagen der Jugend und Aktiven wurden bereits im Frühsommer die Weichen für die neue Spielzeit gestellt, die administrative Basis ist längst geschaffen. Unverändert mit elf Aktiven-Mannschaften geht der TSV Gärtringen an den Start, eine gute Auslastung der Rosegger-Halle an Trainings- und Punktspielabenden ist garantiert. Die achte Mannschaft wurde aufgelöst, stattdessen geht erstmals in der Geschichte der Gärtringer Tischtennis-Abteilung ein Senioren-Team ins Rennen. Ein Überblick über die  Mannschaften und ihre Erwartungshaltungen.

Zehn Jahre lang spielten die Gärtringer Frauen I in der Verbandsliga, der höchsten Spielklasse im Bereich des TT-Verbands Württemberg-Hohenzollern. Nach einem äußerst unglücklichen Saisonverlauf ließ sich im vergangenen Frühjahr der bittere Gang in die Verbandsklasse nicht vermeiden. Dieses sportliche Missgeschick soll in der kommenden Spielzeit möglichst postwendend wettgemacht werden. In der Verbandsklasse gehört der TSV zu den heißen Titelanwärtern. Sandra Ryll bleibt die unangefochtene Nummer eins, die jedoch - wie im Vorjahr - nicht alle Spiele bestreiten wird. Silvia Kuhnle-Hartmann, Sandra Jörke und Britta Koch gehören weiterhin zum bewährten Stamm. Verstärkung bekam der TSV aus Böblingen. Vom dortigen Verbandsklasse-Team der SVB wechselten Sylke Gärtner, Katja Stierle und Sabrina Bossinger nach Gärtringen. Sylke Gärtner ist in der TSV-Ersten an Position drei aufgestellt. Katja Stierle und Sabrina Bossinger werden sicherlich auch zu gelegentlichen Einsätzen im Verbandsklasse-Team kommen. Saisonstart ist am 14. September, um 14 Uhr macht man beim TSV Eningen u.A. seine Aufwartung.

Ein Jahr lang verweilten die Frauen II zuletzt in der Verbandsklasse, was in der Geschichte der TSV-Abteilung noch keiner zweiten Frauen-Mannschaft gelang. Und obwohl der TSV Spaß in dieser Liga hatte, wurde es mit dem Klassenerhalt in der vergangenen Saison nichts. Krankheits- und schwangerschaftsbedingt galt es einige Ausfälle zu verkraften, sodass sich der Gang zurück in die Landesliga nicht vermeiden ließ. Ob es nunmehr gelingt, wie vor zwei Jahren die Meisterschaft in der Landesliga einzufahren? Die Chancen sind jedenfalls da, zumal mit den Neuzugängen Katja Stierle und Sabrina Bossinger die Flexibilität innerhalb des Teams gesteigert werden konnte. Gut möglich, dass der TSV II in der Aufstellung Katja Stierle, Sabrina Bossinger, Nadine Sutter, Birgit Rinderknecht, Sonja Gotsch und Susanne Ott wieder weit vorne landen wird. Zum ersten Mal auf Punktejagd geht es am 13. September beim TV Dornstetten.

Es war immer das gleiche Bild in den letzten Jahren: Die Gärtringer Frauen III hielten in der Bezirksklasse gut mit, landeten immer auf einem der vorderen Plätze. Zur Meisterschaft reichte es jedoch nie, mindestens eine Mannschaft erwies sich im Verlauf der Saison als nicht schlagbar. In der Ende September beginnenden Spielzeit könnte dies anders werden. Die Gärtringerinnen mit Christiane Lay, Jutta Abbing, Martina Pertsch, Sylvia Bögel und Dagmar Jost haben durchaus das Zeug, im überschaubaren Sechserfeld der Bezirksklasse einen großen Coup in Form der Meisterschaft zu landen.

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orne mitspielen oder doch leichte Abstiegsnöte? So richtig einschätzen kann man die Chancen und Gefahren der Männer I für die kommende Landesliga-Saison noch nicht. Kapitän Ullrich Gotsch will dabei von Spiel zu Spiel denken: ‚Erstmal wollen wir die notwendigen Punkte einfahren, um nicht in hintere Tabellenregionen zu rutschen, danach sehen wir weiter.' Pessimismus ist auf jeden Fall fehl am Platz, schließlich kehrte Ralph Pfister nach einjährigem Intermezzo in der zweiten Mannschaft wieder in die Erste zurück, spielt nunmehr wieder an Position eins und darf sich mit den Besten der Liga messen. Gerd Jäger, Ullrich Gotsch, Lutz Wolkober, Jürgen Bögel und Hans-Peter Werum folgen auf den nächsten Positionen, zeitweilige Unterstützung erhält das Team von Eberhard Schöffler. Am 20. September ist Saisonpremiere gegen den starken Aufsteiger TV Rottenburg (18 Uhr).

Nach einem lehrreichen Landesliga-Jahr, das trotz heftiger Gegenwehr den Abstieg zurück in die Bezirksliga zur Folge hatte, präsentieren sich die Männer II in der kommenden Bezirksliga-Saison mit leicht veränderter Aufstellung. Ralph Pfister wechselte zurück in die Erste und Siggi Stefany legt erstmal eine schöpferische Pause ein. So kamen mit Michael Urbanek und Oliver Pfister zwei trainingsfleißige Jungs in die Mannschaft, die sich am hinteren Paarkreuz mit der Konkurrenz messen dürfen. Zusammen mit Wolfgang Barwig, Thomas Holzapfel, Martin Scheuerle und Andreas Dannwolf soll in erster Linie der Klassenerhalt erreicht werden. Michael Mummert und Hans-Peter Werum stehen im Verlauf der Saison als Aushilfskräfte zur Verfügung. Bereits am 13. September im Heimspiel gegen den TTC Birkenfeld steht die erste richtungsweisende Partie auf dem Programm.

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it dem Erreichen des 7. Platzes wie im Vorjahr wären die Männer III auch in der kommenden Kreisliga-Spielzeit zufrieden. Leichter wird's jedenfalls nicht in dieser Spielklasse, die durch die Aufsteiger TSV Steinenbronn, SpVgg Warmbronn und VfL Herrenberg III durchaus aufgewertet wurde. Jürgen Lay, Karl-Heinz Ardelt, Andreas Vogel, Daniel Decker, Thomas Fink und Markus Siehr werden alles daran setzen, dem Abstiegsgespenst ein Schnippchen zu schlagen.

Die Männer IV mit Bruno Beller, Roland Kopp, Charly Koch, Markus Warth, Michael Breitmeyer, Matthias Greulich und Ralf Ebner sollten genug Potenzial besitzen, in der A-Klasse zu bestehen. Vorausgesetzt, der Stamm der Mannschaft steht bei der Mehrzahl der Spiele zur Verfügung.

Als souveräner Meister der B-Klasse (im letzten Jahr noch als sechste Mannschaft an den Start gehend) dürfen sich die Männer V nun mit höherklassiger Konkurrenz messen. Kein leichtes Unterfangen, der Klassenerhalt in der Nordgruppe der Kreisklasse A ist erst einmal das erklärte Ziel für das Team um Kapitän Wolfgang Lange. Er und Steven Busch bilden das Spitzenpaarkreuz, auf den weiteren Positionen folgen der trainingsemsige Manfred Lang, Jugendersatzspieler Theo Papazoglou, Andreas Ott, Jürgen Häffner und Michael Barwig.

Die ehemalige siebte Mannschaft wurde zum TSV VI umbenannt, schmettert nun in der B-Klasse um einen gesicherten Mittelfeldplatz. Mit Spitzenspieler Jan Koberstein, der jedoch nicht immer zur Verfügung steht, sowie Jannis Papazoglou, Wolfram Schmid, Alexander Steiner, Uwe Klingenstein, Michael Gross, Rudi Rahm, Bezirkschef Edgar Bödeker und den Jugendspielern Peter Notter und Mario Nonnenmacher sollte dies im Bereich des Möglichen liegen.

Manfred Gotsch und Karl-Heinz Schuler, beide Jahrgang 1939, aber in punkto Trainingsanwesenheit im Verein an führender Position, führen die siebte Mannschaft an, die in der C-Klasse den Spaß am Spiel im Vordergrund sieht - aber dennoch willens ist, es den Jüngeren in der Liga zu zeigen. Der vier Jahre jüngere Kapitän Hermann Schulze-Schölling senkt den Altersdurchschnitt nur unwesentlich, ist aber seit vielen Jahren eine feste und nicht wegzudenkende Stütze im Team. Komplettiert werden die Männer VII noch durch Thomas Mummert, Dirk Wollny und Abwehrrecke Wolfgang Gotsch, der in der vergangenen Saison eine erfolgreiche Ergänzung war.

Erstmals in der Geschichte der Tischtennis-Abteilung geht der TSV mit einem Senioren-Team an den Start. Um mitspielen zu können, sollten sich die Akteure (männlich und weiblich) zumindest im 40. Lebensjahr befinden - eine Voraussetzung, die für die Gärtringer kein Problem darstellen sollte, um eine konkurrenzfähige Mannschaft in dieser Siebener-Liga aufzubieten. Gleich dreißig Vereinsmitglieder sind spielberechtigt. Die Aufstellung wird dabei von Spieltag zu Spieltag neu eingeteilt.