Am Freitag, 30. Oktober 2020 spielen:
Frauen-Verbandsliga 19:30 Uhr: TTV Gärtringen I – SV Böblingen II

Samstag, 31. Oktober:
U18 Mädchen-Bezirksliga 14:30 Uhr: TSV Grafenau I - TTV Gärtringen I
U18 Kreisliga A 13:30 Uhr: TSV Kuppingen II - TTV Gärtringen III
Männer-Landesliga 18 Uhr: TTV Gärtringen I – TV Rottenburg I
Männer-Bezirksklasse 18 Uhr: Tischtennis Mötzingen I – TTV Gärtringen III
Männer-Kreisklasse 18 Uhr: TTV Gärtringen VI – VfL Herrenberg VI

Sonntag, 1. November:
Männer-Bezirksliga 10 Uhr: SKV Rutesheim I – TTV Gärtringen II

Es ist so etwas wie „Tischtennis unter Vorbehalt“: Wenn am kommenden Wochenende die Tischtennismannschaften aus dem Verbands- und Bezirksgebiet zu ihren Pflichtspielen antreten, dann nur, wenn Politik und Verband weiterhin „grünes Licht“ geben. Aus Gärtringer Sicht steht am Freitag das Verbandsliga-Derby bei den Frauen auf dem Programm, die Männer in der Landesliga und Bezirksliga hoffen bei ihren Partien auf eine Fortsetzung der Erfolgsserie.

Martin Scheuerle und die Männer III müssen sich im Gäuderby bei Mitaufsteiger Tischtennis Mötzingen beweisen (Foto: ©Volker Arnold)

Am vergangenen Wochenende wurde im Verband bekanntlich nach verändertem Modus gespielt. Die Doppel, die im Rahmen eines Tischtennismatches noch am ehesten so etwas wie „Kontaktsport“ charakterisieren, wurden abgeschafft, fortan wurden alle Einzel ausgespielt. Eine Entscheidung, die nur deshalb möglich war, weil der Verband wohlweislich im Sommer die Wettspielordnung um den Abschnitt M „Abweichungen bei Vorgaben staatlichen Rechts in Krisenzeiten“ erweiterte. Ob die Abschaffung der Doppel nur Vorbote einer Unterbrechung des Spielbetriebs waren, werden wohl die nächsten Tage entscheiden.

Im Lager der Gärtringer Teams will man die womöglich letzten Punktspiele dieser Vorrunde noch einmal engagiert angehen. Zumal die TTV-Mannschaften zuletzt auf der Welle des Erfolgs schwebten. Das 7:7 der Gärtringer Verbandsligafrauen beim TSV Betzingen war zum Saisonauftakt mehr als nur ein Achtungserfolg, nun will der TTV möglichst auch im Derby gegen die SV Böblingen II (Freitag 19:30 Uhr, Peter-Rosegger-Halle) gut aussehen. Viel wird dabei von der Personalsituation in den beiden Lagern abhängen. Beim TTV steht mit Sylke Gärtner, Theresa Preston und Christiane Lay der Dreierkern vorhandener Stammspielerinnen zur Verfügung. Wer das Team an Position vier vervollständigt, wird sich eher kurzfristig entscheiden. „Gerade sind wir schon ziemlich gebeutelt, auch weil unsere Mannschaftsführerin Sandra Jörke für die gesamte Vorrunde verletzungsbedingt abgesagt hat. Zwei unserer möglichen Ersatzspielerinnen waren zudem unter der Woche erkältet“, sagt Christiane Lay. Bei den Gästen aus Böblingen ist mit dem Einsatz der 18-jährigen Alexandra Kaufmann zu rechnen, die am letzten Sonntag an ihrem ersten Einzelsieg in der Bundesliga schnupperte. Kleiner Trost aus Gärtringer Sicht: Sollte Kaufmann eingesetzt werden, kann sie „nur“ maximal drei Einzel gewinnen, aber gemäß neuem Spielsystem kein Doppel. Unter den momentanen personellen Voraussetzungen wäre man beim TTV mit einer Punkteteilung gegen die SVB durchaus zufrieden.

Nicht nur auf dem Papier stellt die Partie der Männer I gegen den TV Rottenburg (Samstag, 18 Uhr, Peter-Rosegger-Halle) eine Spitzenpartie dar. Die Gärtringer erwischten einen Traumstart mit vier Siegen und schauen sich derzeit die Tabelle von oben an – keine schlechte Ausgangssituation für den Aufsteiger. Der TV Rottenburg kam zuletzt aus der Verbandsklasse, was sich auch dadurch begründet, dass ihr langjähriger Spitzenspieler Abass Ekun etliche Monate nicht zur Verfügung stand. Obwohl die Rottenburger aktuell schon drei Minuspunkte aufweisen, gehören sie mit einem ausgeglichen besetzten Team dennoch zum Kreis der Titelanwärter. Die Gärtringer mit dem bislang noch ungeschlagenen Spitzenspieler Jens Seidel wollen versuchen, mit einem Sieg in eigener Halle den starken Konkurrenten auf Distanz zu halten.

Auch die Männer II in der Bezirksliga bekommen es mit einem Aufsteiger zu tun, am Sonntag geht’s zur SKV Rutesheim (10 Uhr, Theodor-Heuss-Turnhalle). Trotz bisher erspielter 6:0 Punkte ist man beim TTV weit davon entfernt, in Richtung Tabellenspitze zu schielen. Zum einen ging es bislang noch nicht gegen die ambitionierten Teams der Liga, zum anderen gaben auch die gezeigten Leistungen wenig Grund, in irgendeiner Form abzuheben. Trotzdem: Mit der Bürde des Favoriten müssen die Gärtringer am Sonntag leben, auch wenn Glenn Frey (verletzt) noch nicht zur Verfügung steht und das mittlere Paarkreuz mit Aufschlag-Ass Hans-Peter Werum (Knie) und Thomas Holzapfel (Achillessehne) zuletzt etwas geplagt war.

Die Männer III befinden sich nach sechs Spieltagen an der Tabellenspitze der Bezirksklasse, andere Teams wie der TSV Steinenbronn, der FSV Deufringen II oder der kommende Gegner aus Mötzingen stehen nach Minuspunkten aber noch besser da. Im Gäuderby bei Tischtennis Mötzingen (Samstag, 18 Uhr, Gemeindehalle) wird sich zeigen, welche der beiden Mannschaften am ehesten das Potenzial für eine Topplatzierung hat. Oliver Pfister musste sich vor wenigen Tagen einer Knieoperation unterziehen. „Ich fühl mich aber schon wieder recht gut, spätestens zur Rückrunde will ich wieder angreifen“, sagte Pfister.

Das Punktspielprogramm komplettieren die Männer VI in der Kreisklasse. Bei Markus Escher & Co. macht der noch verlustpunktfreie und somit favorisierte VfL Herrenberg VI seine Aufwartung in Gärtringen (Samstag, 18 Uhr, Peter-Rosegger-Halle). Bleibt abzuwarten, ob es der Gärtringer Sechsten gelingt, die Partie eine Zeitlang offen zu gestalten.


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