TTV Gärtringen

Aktuelles

Neuigkeiten, Spielberichte und Ankündigungen vom TTV Gärtringen


Bericht 4. Spieltag

Beim Blick auf die Mühringer Aufstellung standen aus Sicht von Bezirksoberligist TTV Gärtringen II die Chancen nicht besonders gut, in der kleinen Turnhalle im Horber Stadtteil etwas zu reißen. „Dass wir uns in den Einzeln dann eine 6:6-Bilanz erspielten, war große Klasse“, meinte Kapitän Ullrich Gotsch nach der 6:9-Niederlage, die sich im Grunde bereits in den Anfangsdoppeln abzeichnete. Ohne den kurzfristig krank ausgefallenen Gerd Jäger musste in den Doppeln etwas improvisiert werden, allerdings kassierte auch die eingespielte Formation Simon Gotsch/Damir Stefanac eine bittere Viersatzniederlage. In den Einzeln bewiesen die Gärtringer dann jedoch Moral, vor allem der immer besser werdende Simon Gotsch (der nunmehr mit 1 759 Punkten einen neuen Höchstwert im TT-Ranking aufweist) und sein Cousin Timo Gotsch glänzten mit starken Auftritten gegen Mühringens Topleute wie Oberliga-Spielerin Hannah Sauter, den verbandsoberliga-erfahrenen Frank Bolanz oder Routinier Torsten Kern. Timo Gotsch bewies vor allem gegen Torsten Kern großes Standvermögen und enorme mentale Stärke. Beim hochklassigen 10:12, 11:8, 11:13, 11:9 und 11:7 ließ er sich auch nicht von zwischenzeitlichen Negativphasen (zum Beispiel bei der verspielten 10:4-Führung im ersten Satz) aus der Fassung bringen. Außerdem punkteten Ullrich Gotsch und Tim Werum. „Es war sehr schade, dass uns Gerd Jäger nicht zur Verfügung stand“, meinte Ullrich Gotsch, „das 0:3 aus den Doppeln war natürlich spielentscheidend. Unter diesen Voraussetzungen haben wir uns dennoch als Mannschaft gut aus der Affäre gezogen.“

Deutlich mehr drin war beim TTV Gärtringen III, der im Bezirksklasse-Duell gegen den TSV Höfingen mit 5:9 den Kürzeren zog. Thomas Holzapfel und Oliver Pfister ließen im Entscheidungssatz gegen das Doppel Andreas Ludwig/Hartmut Baghorn eine 7:3-Führung liegen, im weiteren Verlauf bissen sich die Gärtringer unter anderem am unorthodox spielenden Materialspezialisten Sabri Ugur die Zähne aus – und an Höfingens Topmann Andreas Ludwig gab es sowieso kein Vorbeikommen. Für die TSV-Dritte punkteten Thomas Holzapfel, Maximilian Hellermann, Jürgen Lay, Michael Breitmeyer und das Doppel Maximilian Hellermann/Jonathan Stober.

Lediglich zu dritt verkaufte sich das U 19-Team des TTV Gärtringen bei der SV Böblingen II außerordentlich teuer, dennoch stand am Ende eine 4:6-Niederlage. Besonders bitter war die Auftaktniederlage im Doppel, in der sich die Brüder David und Tim Husmann mit 13:15 im Entscheidungssatz geschlagen geben mussten. Dafür klappte es bei den beiden in den Einzeln besser, in denen sie zwei knappe Fünfsatzsiege einfuhren. Tom Larocca gewann am hinteren Paarkreuz beide Einzel – am Ende wurde der fehlende vierte Spieler schmerzlich vermisst.

Als Dreierteam anzutreten, stellt derweil bei den Jungen U 19 II in der Bezirksklasse und den Jungen U 15 kein Problem dar, da in diesen Fällen dann das sogenannte Braunschweiger System zur Anwendung kommt. Die zweite Mannschaft gewann in der Aufstellung Lukas Klingenstein, Oliver Grützner und Emma Spengler bei der SG Deufringen-Aidlingen ungefährdet mit 6:0 und verteidigte damit die Tabellenführung in der Bezirksklasse. Dasselbe Kunststück gelang den Jungen 15, die sich in eigener Halle mit 7:3 gegen die SV Böblingen durchsetzten. Simon Leinweber wurde seiner Rolle als Nummer eins mehr als gerecht, er gewann alle drei Einzel und mit Simon Xia auch das Doppel. Benjamin Klink fuhr zwei weitere Erfolge ein und auch der erst elfjährige Simon Xia steuerte einen wichtigen Einzelsieg für die TTV-Youngsters bei.

05.10.2026

Bericht vom letzten Wochenende

3:9, 1:9, 2:9 – die Ergebnisse der Gärtringer Tischtennisteams lasen sich am Spieltagssamstag nicht gerade erbaulich. Positive Erkenntnisse konnte man allenfalls in der Verbandsliga registrieren, wo sich ein personell geschwächter TTV bei Titelanwärter TTF Rastatt durchaus achtbar aus der Affäre zog. Wenigstens erkämpfte sich dann der TTV II am Sonntag in der Bezirksoberliga ein 8:8 gegen den TV Oberhaugstett.

Bei der ersten Mannschaft in Rastatt ging erst einmal der Start daneben. „Es ist wohl schon ein Weilchen her, als wir zuletzt mit einem 0:3 aus den Doppeln gingen", mutmaßte Kapitän Tim Holzapfel, der mit seinem Team auf Justin Kühne und Urlauber Jens Seidel verzichten musste. Genau genommen war es im Februar 2024, als man zuhause gegen den TTC Ergenzingen einen ähnlichen Fehlstart hinlegte. Diesmal kam er auf Grund zweier nicht eingespielter Doppel nicht gänzlich überraschend, wenngleich sich auch Gärtringens Spitzendoppel Michael Kocheisen/Ann-Katrin Ziegler in vier Sätzen Laurent Pingenat/Tobias Prestenbach geschlagen geben musste.

Ungeachtet des misslichen Auftakts legte der TTV in den Einzeln alles in die Waagschale. „Unsere Erwartungen waren gering, wir wollten einfach locker aufspielen und Spaß haben, das hat dann in Teilen auch ganz gut funktioniert", sagte Tim Holzapfel. Zu Beginn hatte er gegen Rastatts Einser Patryk Matuszewski seine liebe Müh und Not, kam vor allem mit dessen Aufschlägen nicht zurecht. „Dann spielte ich etwas mutiger und plötzlich bekam mein Gegenüber Probleme", sagte Holzapfel. Auf Grund eines eher sub-optimalen Starts in den Entscheidungssatz musste er sich dem Favoriten dann doch noch mit 5:11, 7:11, 11:8, 11:7 und 8:11 geschlagen geben. Im zweiten Einzel wurde Tim Holzapfel dann für seine gute Tagesform belohnt. Gegen den Franzosen Laurent Pingenat, einen unangenehmen Linkshänder, musste er viel aus der Halbdistanz agieren, kämpfte sich aber ins Spiel. Auch dank variabler Aufschläge gewann Tim Holzapfel mit 11:7 im Entscheidungssatz. Was zu diesem Zeitpunkt den dritten Gärtringer Zähler bedeutete.

Zuvor hatte bereits Ann-Katrin Ziegler mit einem äußerst routinierten Auftritt Manuel Weis in fünf Sätzen bezwungen, als sie einen 0:2-Satzrückstand noch auf beeindruckende Art und Weise drehen konnte. Für den Höhepunkt des Abends (aus Gärtringer Sicht) sorgte Youngster Simon Gotsch, der den um 150 Rankingpunkte besseren Daniel Gibs in einem sehenswerten Match mit 7:11, 11:9, 10:12, 12:10 und 11:7 in die Knie zwang. „Simon ist auch in engen Phasen immer cool geblieben, machte wenig leichte Fehler und agierte wie ein etablierter Verbandsliga-Spieler", zollte der Mannschaftsführer dem 17-Jährigen ein großes Lob, „das war sicherlich sein bisher bestes Spiel für die erste Gärtringer Mannschaft." Letztendlich fuhren die Rastatter einen souveränen 9:3-Erfolg ein. In zwei Wochen geht es für die Gärtringer zum FT V. Freiburg III, der mit zwei Niederlagen in die Saison startete.

„Das Spiel muss ich auch erst einmal setzen lassen", vermeldete Ullrich Gotsch, Kapitän der Bezirksoberliga-Zweiten, aus der Spielerkabine. Genauso wie sein Sohn Simon sowie Neffe Timo Gotsch war er am Wochenende doppelt im Einsatz, half erst im Verbandsliga-Team aus und musste dann selbst im Bezirksoberhaus gegen den TV Oberhaugstett ran. Beim 8:8 gegen die Schwarzwälder ragte vor allem das vordere Paarkreuz mit Gerd Jäger und Simon Gotsch heraus, die in allen vier Einzeln ungeschlagen blieben und auch jeweils ein Doppel siegreich beendeten. In einer spannenden Schlussphase hielten Timo Gotsch (3:0 gegen Gerhard Volz) und Ullrich Gotsch (3:2 gegen Simon Schneckenburger) den TTV auf Kurs. Auch Tim Werum befand sich im letzten Einzel des Abends gegen Stephan Springer bereits auf der Siegerstraße, führte mit 2:1 Sätzen und 8:5 im vierten Durchgang, ehe er dann nach einem gegnerischen Time-Out noch abreißen lassen musste. Das starke Doppel Simon Gotsch/Damir Stefanac sicherte dem TTV schlussendlich das 8:8- Remis. „Insgesamt war es ein gerechtes Resultat, auch wenn die Netz- und Kantenbälle heute hauptsächlich auf unserer Seite waren", bilanzierte Ullrich Gotsch.

28.09.2026

Vorschau Männer Verbandsliga Südwest

Für die meisten aus dem Team des TTV Gärtringen stellt der kommende Gegner, die Tischtennis aus Rastatt, ein unbeschriebenes Blatt dar. Einzig Michael Kocheisen, der sich im badischen Tischtennis recht gut auskennt, kann die Stärke des letztjährigen Verbandsoberliga-Absteigers einschätzen. „Die Rastatter haben sich mit der bisherigen Fürstenfeldbrucker Zweitligaspielerin Olena Nalisnikovska enorm verstärkt, auch die neue Nummer drei Patryk Matuszewki spielte in der letzten Saison noch in der Oberliga der Männer“, weiß Michael Kocheisen um die Stärke der Mannschaft, die er als Favorit auf den Titel sieht. „Wir wollen gut aus den Doppeln kommen und den Gegner im einen oder anderen Einzel etwas ärgern. Aber es wird definitiv schwer, in Rastatt zu bestehen“, prophezeit TTV-Kapitän Tim Holzapfel. Spielbeginn ist am Samstag um 17 Uhr in der Rastatter Sporthalle des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums. Am Sonntag startet der TTV Gärtringen II mit einem Heimspiel gegen den TV Oberhaugstett (15 Uhr) in die neue Bezirksoberliga-Saison. Im Vorjahr wurden die Gäste aus dem Neubulacher Teilort mit einem 9:1 buchstäblich aus der Halle gefegt, mit einem derart klaren Ergebnis ist diesmal mit leicht veränderter Formation (ohne Tomislav Konjuh) gegen ein unverändertes TVO-Team nicht zu rechnen.

25.09.2026

Bericht 1. Spieltag - Damen-Team und erste Mannschaft

Mit unterschiedlicher Gefühlslage kamen die beiden Verbandsliga-Teams des TTV Gärtringen aus den ersten Partien der neuen Spielzeit. Doch auch wenn die Gegner zuweilen stärker waren, so ergaben sich doch zahlreiche positive Erkenntnisse.

„Manchmal sind andere Dinge doch wichtiger als das nackte Ergebnis", sagte Christiane Lay, Teamkapitän der Verbandsliga-Frauen nach dem 3:8 bei TT Frickenhausen II. Womit sie sich auf das äußerst gelungene Comeback ihrer Teamkameradin Britta Koch bezog, die nach langer Pause auf Grund von Verletzungen nun wieder im Kader stand. Genau genommen war es im April 2018, als die Gärtringerin zuletzt in einem Punktspiel antrat. Unter der Woche absolvierte Britta Koch eine kleine Trainingseinheit, ehe sie in Frickenhausen quasi ins kalte Wasser geworfen wurde. „Ich blieb in den Spielen ruhig, weil ich wusste, dass niemand einen Sieg von mir erwartet", sagte die 60-Jährige im Rückblick. Mit guter Taktik, also entsprechendem Schnittwechsel innerhalb der Ballwechsel, führte die Defensivspielerin im fünften Satz gegen die 15-jährige (!) Yilin Chen mit 9:7, musste dann aber nach einigen leichten Fehlern noch abreißen lassen (10:12, 8:11, 11:9, 11:8, 9:11).

Im zweiten Einzel hatte die 14-jährige Elisa Stroh noch mehr Probleme mit den Unterschnittbällen von Koch, die in ihrer Partie zusehends sicherer wurde und ihr Spiel noch variabler gestalten konnte. Am Ende stand ein 11:6, 10:12, 11:4 und 11:7. „Ich bin total überwältigt, dass ich dieses Punktspiel erleben durfte", zeigte sich Britta Koch nach dem Spiel demütig, „es war so schön, wieder am Tisch zu stehen und ich bin dankbar für jeden einzelnen Ballwechsel." Auch wenn die Knie noch keinen regelmäßigen Einsatz zulassen, so steht Britta Koch in dieser Saison doch als wichtige Alternative für den TTV zur Verfügung. Beim 3:8 in Frickenhausen punktete neben Koch noch zwei Mal Christiane Lay am vorderen Paarkreuz.

Einen gelungenen Einstand in die neu strukturierte Verbandsliga Südwest feierte das Männer-Team, das korrekt eigentlich Erwachsenenteam heißt. Die SpVgg Ottenau aus dem Gaggenauer Stadtteil kam als recht unbeschriebenes Blatt nach Gärtringen. Als Vorjahresmeister derselben Liga, die auf den Aufstieg verzichtete, war man im Lager des TTV allerdings gewarnt. „Wir profitierten sicherlich auch vom verletzungsbedingten Ausfall der Ottenauer Nummer eins", sagte TTV-Kapitän Tim Holzapfel. Zwei solide Doppel, ein in starker Frühform agierender Jens Seidel und eine gewohnt souverän agierende Ann-Katrin Ziegler ebneten den Weg zum 9:4-Gesamterfolg, außerdem punkteten Michael Kocheisen, Tim Holzapfel und Youngster Simon Gotsch.

Beim 3:9 im Gäuderby gegen den VfL Herrenberg, da gab es keine zwei Meinungen, wurde der TTV deutlich unter Wert geschlagen. „Wenn nur ein oder zwei Spiele anders laufen, hätte es auch ins Schlussdoppel gehen können", konstatierte auch Herrenbergs Kapitän Max Hering. Symptomatisch für die gesamte Begegnung waren zwei Situationen in der Anfangsphase: Innerhalb weniger Sekunden mussten sowohl das Doppel Tim Holzapfel/Simon Gotsch als auch im Einzel Michael Kocheisen zwei unerreichbare Netzroller einstecken. Das Bittere: in beiden Fällen handelte es sich um Matchbälle der Herrenberger. Im weiteren Verlauf hielten sich derweil die nicht vermeidbaren Netz- und Kantenbälle die Waage, weshalb die Gärtringer die Niederlage auch nicht daran festmachten. „Bei uns waren heute nicht alle in Topform", sagte Tim Holzapfel, der beim Blick auf den Spielbericht bei 23:30 Sätzen und einem 3:9-Gesamtstand verständlicherweise von einem zu hoch ausgefallenen Herrenberger Sieg sprach. So gingen alle sechs Partien über die lange Fünfsatzdistanz an die Gäste. „Das war ein gelungener Start in die Runde", sagte Max Hering, dessen Team auf den privat verhinderten Domenico Sanfilippo verzichten musste. Dafür stand Teilzeitkraft Alexander Frank parat, der sich vor allem gegen einen locker aufspielenden Justin Kühne strecken musste. Die Gärtringer Punkte fuhren Jens Seidel, Ann-Katrin Ziegler und das Doppel Kocheisen/Ziegler ein, beim siegreichen VfL punkteten Alexander Frank (2), Max Hering (2), Max Reger (2), Ahmad El Haj Ibrahim und zwei Doppel.

24.09.2026