Geprägt von hart umkämpften Partien war der Tischtennis-Spieltag aus Sicht des TTV Gärtringen. Während die Verbandsliga-Frauen im Derby gegen die SG Weil der Stadt/Grafenau II eine hauchdünne 6:8-Niederlage einstecken mussten, hatten die Erwachsenen in der Bezirksoberliga beim 9:7-Krimi in Baiersbronn-Klosterreichenbach mehr Fortune.

In beiden Fällen kamen beim Stand von 4:4 zwar nicht die entscheidenden, aber auf jeden Fall richtungsweisende Spiele zur Austragung. Gärtringens Christiane Lay gab sich dabei besonders selbstkritisch. „Meine Niederlage gegen Dorothea Ziegler war echt bitter, da sie das mögliche Unentschieden vermasselte“, meinte die Spielführerin, die auch einen Tag nach der Partie noch der recht deutlichen 7:3-Führung im Entscheidungssatz und dem vergebenen Matchball beim Stand von 10:9 hinterhertrauerte. Und wie es dann so kommt, musste sie beim 10:11 einen Netzroller einstecken, der die Grafenauer Nummer drei – und ehemalige Gärtringer Spielerin – Doro Ziegler endgültig auf die Siegerstraße brachte.

TTVG Frauenteam Sandra Koberstein musste mit dem TTV-Frauenteam eine schmerzhafte 6:8-Niederlage gegen die SG Weil der Stadt/Grafenau II einstecken.

Andererseits: ein 7:7-Unentschieden gegen die SG-Zweite aus Weil der Stadt und Grafenau wäre aus Sicht von Christiane Lay auch das Optimum gewesen. Schließlich hatte der Gegner mit Melanie Rheinbay eine Topspielerin in seinen Reihen, die allein für vier Zähler verantwortlich zeigte. „Melanie spielt in einer anderen Liga, sie dürfte in der Verbandsliga wohl kaum ein Spiel verlieren“, sagte Christiane Lay. Erschwerend kam für die Gärtringerinnen hinzu, dass Britta Koch auf Grund ihrer Knieprobleme nur im Doppel antreten konnte. So gingen drei weitere Einzel kampflos an die Gäste, was die Aussichten auf ein Erfolgserlebnis entsprechend minimierte. Immerhin hielt der TTV mit Erfolgen von Anka Mutke (2), Sandra Koberstein (2), Christiane Lay und das Doppel Anka Mutke/Sandra Koberstein die Partie bis zum Ende offen.

Unterm Strich sprach Ullrich Gotsch von der zweiten Mannschaft des TTV beim 9:7 in Baiersbronn-Klosterreichenbach von einem „glücklichen Sieg“. Dies nicht nur, weil das Satzverhältnis von 32:30 an den Gegner ging, sondern weil vor allem die wichtigen Fünfsatzspiele gewonnen wurden. Das Allerwichtigste davon war das Schlussdoppel, das die Vater-Sohn-Formation Ullrich Gotsch/Simon Gotsch mit 14:12 im Entscheidungssatz gegen die bis dato noch ungeschlagene Formation Stephan Reinhardt/Markus Schoch gewann. Beim Stand von 4:4 drehte Ullrich Gotsch gerade noch rechtzeitig die Partie gegen Benny Wenselau (9:11, 7:11, 14:12, 11:4, 11:2), später beim 6:6 waren es der starke Timo Gotsch sowie Tim Werum, der – obwohl körperlich nicht in Bestverfassung – auf die Zähne biss, die dem TTV zumindest das Unentschieden retteten. Beflügelt vom Erfolg Werums gewannen Ullrich Gotsch/Simon Gotsch das Schlussdoppel mit 9:11, 11:6, 6:11, 11:8 und 14:12. „Hier in Klosterreichenbach ist es immer nicht leicht zu bestehen“, sagte Ullrich Gotsch, „die Verhältnisse sind sehr gewöhnungsbedürftig, das Licht ist schummrig und ein Tisch ist heller ausgeleuchtet als der andere. Wir sind superhappy, dass wir hier beide Zähler entführen konnten.“ Für die TTV-Zähler sorgten Timo Gotsch (2), Gerd Jäger, Simon Gotsch, Ullrich Gotsch, Tim Werum und die drei Doppel.

Bis zum 5:4 nach Beendigung des ersten Einzeldurchgangs sah es für die TTV-Vierte (Kreisliga A Süd) bei den TTF Schönaich II nach Erfolgen von Karl-Heinz Ardelt, Matthias Greulich, Siggi Stefany und zwei Doppeln noch recht vielversprechend aus, dann punktete aber nur noch Matthias Greulich. Spielentscheidend war vor allem das starke vordere Paarkreuz der Schönaicher mit Janusz Müller und Wolfgang Schucker, die alle vier Einzel – wenn auch teilweise sehr knapp – gewannen.

Erst mit reichlich Verspätung startete die fünfte Mannschaft in die Saison der Kreisliga B. Beim VfL Herrenberg IV gab es (fast) nichts zu holen, beim 1:9 punktete lediglich der junge Mika Linzenbold. Zu allem Unheil musste Lars Seufert aus gesundheitlichen Gründen seine beiden Einzel kampflos abgeben.